Authentifizierung durch Herz-Scan aus 30 Meter Entfernung

Forscher entwickeln Authentifizierungssystem mit Herz-Scan

Ein amerikanisches Forscherteam unter Leitung der State University of New York at Buffalo hat ein kontaktloses Authentifizierungssystem entwickelt, das die Herzgröße eines Nutzers als eindeutige Kennung für die Verwendung von Geräten scannen kann. Das System arbeitet mit einem schwachen Doppler-Radar, das permanent Form und Größe des Nutzerherzens abtastet und die Fähigkeit besitzt, Individuen aus einer Entfernung von bis zu 30 Metern zu authentifizieren.

Das Gerät ist auch um einiges sicherer als WLAN– und andere Authentifizierungssysteme für Smartphones, die wegen der Verwendung eines 5-Milliwatt-Lesegeräts Strahlung mit schädlichen spezifischen Absorptionsraten (SAR-Werten) abgeben. Das neue Gerät emittiert im Vergleich dazu weniger als ein Prozent der Strahlung, die aktuelle Smartphones produzieren.

Es dauert etwa acht Sekunden, bis ein Nutzer zum ersten Mal authentifiziert ist. Bei weiteren Authentifizierungen wird das Gerät das jeweilige Nutzerherz immer wieder erkennen, sodass der Nutzer sich nicht mehrere Passwörter zur Eingabe merken muss. Computer beispielsweise werden sich erst aktiv schalten lassen, wenn der authentifizierte Nutzer direkt davorsitzt, und wieder gesperrt, sobald er sich wegbewegt.

Doch auch das neue System hat seine Schwächen. Es wurden bereits Datenschutz- und Sicherheitsbedenken laut, weil man eine Person sehr leicht zwingen kann, sich in die Nähe eines Geräts zu begeben, um dieses zu entsperren. Die Authentifizierung aus größerer Entfernung könnte wiederum dazu führen, dass Dritte unautorisiert Zugang zu Geräten erhalten. Außerdem ist es möglich, dass das System einen Nutzer nicht mehr erkennt, wenn dieser plötzlich an einer Herzkrankheit leidet.

Quelle: BiometricUpdate.com, 26.09.2017,

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herz

 

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